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Portes du Soleil Biking 2008

Datum 18.07. - 20.07.2008
Ort Portes du Soleil
Tour Torgon - Morgins - Champoussin - Les Crosets - Les Mossettes - Chatel - Super Chatel - Torgon
Distanz 60 km
Hoehenmeter 1600 m
Specials 80% downhill, 10% x-country, 10% uphill
GPS - Tracks Link zu Google Map und Google Earth
Gruppe 1 (Originaltour)                     Gruppe 2 (Val de Morgins)
Uebernachtung Chalet Ski Club Torgon, Le Croix
Bikes BMC, Cannondale, KTM, Lapierre (2x), Nakamura,  Specialized, Trek, Univega (2x), Wheeler
Teilnehmer Sacha, Ricci, Roland, Philippe (Phippu), Ralph, Marcel (Celli), Stefan (Haenzili), Thorsten, Samuel (Sam), Christophe, Sandrine
  Bilder
   
 

Vorab zuerst ein grosses Danke an Sacha fuer die tolle Organisation dieses Events.

Der PDS2008 Event startete dieses Jahr bereits am Freitagabend und dauerte bis Sonntagnachmittag. Mit dabei waren auch die Frauen, Kinder und weitere Freunde der Biketour Teilnehmer. Haenzili und ich "durften" noch bis 17:00 Uhr arbeiten und kamen somift als letzte am Freitagabend zum Chalet Le Croix. Es warteten alle schon sehnsuechtig auf unser Eintreffen. Die Sehnsucht war aber weniger nach uns als viel mehr nach dem Essen, mit dem man bis nach unserer Ankunft gewartet hat (vielen Dank dafuer!). Als Belohnung gab es dann leckere Spaghetti Bolognese à la Thorsten.

Nach dem Essen wurden noch die einzelnen Bikes bewundert und begutachtet, von "Heldentaten" vergangener PDS-Events erzaehlt und ab und zu begann der eine oder andere die Kombination von Bier, Chips und Zwiebeln in der Spaghetti Sauce zu spueren. Das liess bei den Teilnehmern des PDS2007 bereits Befuerchtungen fuer die anschliessende Kartenspielrunde im Chalet aufkommen. Gab es doch letztes Jahr mehrfach C-Alarm.

Als es dunkel wurde starteten wir die Kartenspielrunde im Chalet und es wurde geblitzt wie in alten Tagen. Die Tische mussten dieses Jahr erwartungsgemaess nie fluchtartig verlassen werden, war doch aufgrund der anwesenden Kinder und Ehefrauen eine gewisse Zurueckhaltung spuerbar. Man konnte hoechstens an den verdrehten Augen erkennen, das gerade schlimmeres Donnergrollen unterdrueckt wurde.

Nach dem Fruehstueck am Samstagmorgen machten wir uns zuerst auf den Weg zum Startpunkt der Tour, bei der Talstation der Sesselbahn Tronchey in Plan Croix. Einige waren mit dem Bike oben und konnten sich schon mal ein bisschen mit einem ersten Downhill einfahren, die anderen wanderten zum Parkplatz. Bei den Autos angekommen, wurden die Bikes und Ausruestungen fuer die Tour klar gemacht. Nun stiessen auch noch Christophe und Sandrine zu uns. Somit ist es an der Zeit, die Neuen (Rookies) vorzustellen, fuer die es die erste PDS Teilnahme war:
- Sandrine (Erste Bikerin in unserer Gruppe, Bike: Trek)
- Christophe (Lebenspartner von Sandrine, Bike: Specialized)
- Stefan (alias "Haenzili", Bike: Wheeler)
- Thorsten (Toto der "deutsche Elsaesser", Bike: Lapierre)
- Sam (der "Zuercher", Bike: BMC)

Somit waren wir fuer dieses Jahr 11(!) Teilnehmer die sich auf die grosse Tour wagten. Obschon wir im Gegensatz zum letzten Jahr wieder in Torgon starteten, hatten wir die Absicht die grosse Tour zu machen. Die Frage war bloss, ob dies mit so einer grossen Gruppe auch verwirklicht werden kann. Das Risiko von technischen Defekten, Plattfuessen oder Stuerzen ist ungleich hoeher als in einer kleinen Gruppe.

Oben auf dem sehr windigen Col du Croix angekommen, machten wir zuerst ein Gruppenfoto bevor es ueber Alpwege und Kuhweiden hinunter nach Chatel ging. Hier machten die ersten auch schon Bekanntschaft mit nicht ganz ausgetrockneten Kuhfladen, auch Alpenpizzas oder Tretminen genannt. Beschleunigt durch ein schnell drehendes Bike-Rad, verteilen sich diese wunderbar wie Sonnensprossen auf Brillen, Gesichtern und T-Shirts.

In Chatel angekommen, ereilte uns bereits der erste technische Defekt in Gestalt einer gerissenen Kette an Thorsten's Bike. Gluecklicherweise passierte es im Ort. Es war Samstag und die Bikeshops hatten geoeffnet. So konnte rasch eine neue Kette beschafft und die Tour fortgesetzt werden. Oben in Super Chatel kam die erste kleine pièce de résistance, der kurze aber giftige Aufstieg zum Lac Le Goillet. War es letztes Jahr nur Ricci der die Passage ohne Schieben schaffte, waren es dieses Jahr schon einige mehr. Ob Doping oder der bessere Trainingsstand ausschlaggebend dafuer waren ist nicht bekannt, wurde doch kein Dopingtest durchgefuehrt. Beim Aufstieg zum Portes de Culet flog Ralph foermlich an allen anderen vorbei, was sofort Spekulationen nach dem Einsatz von verbotenen Substanzen (EPO, Fendant, Raclette) nach sich zog. Seither kennt man ihn als EPO-Ralph obwohl er beteuert, er haette diese Kraft vom Raclette. Ich selber bin auch ein bisschen stolz auf mich, schaffte ich doch dieses Jahr den Aufstieg unter den ersten fuenf und durfte anschliessend auf die anderen warten. Nun folgte wahlweise der erste Singletrail ueber Wiesen oder ueber die Passstrasse Richtung Morgins. Leider hatten wir hier den ersten schweren Sturz von Thorsten zu beklagen. Es hat ihn ziemlich stark erwischt (Bild). Nach der provisorischen Verarztung bolzten wir die Strasse nach Morgins runter bis die Bremsen "gluehten". Leider gab es weder eine Apotheke noch einen Doktor der Thorsten haette verarzten koennen. Zum Glueck hatte ein Sportgeschaeftbesitzer Power-Strips zur Hand womit wir die Wunde abdichten konnten. Naechstes Jahr werden unsere Rucksaecke neben Ersatzschlaeuchen, Pumpen, Werkzeug, Merfen und Pflaster auch noch Power-Strips beinhalten.

Durch diese zwei Ereignisse waren wir im Zeitplan bereits ein bisschen in Verzug, aber bereits bei der naechsten Abfahrt von La Foilleuse nach Champoussin gab es den naechsten Sturz. Haenzili's Vorderrad vergrub sich in einer Fahrrinne was ihn zum ungeplanten Verlassen des Bikes zwang. Die Folge waren ein paar Schuerfungen am rechten Bein, eigentlich nichts schlimmeres. Wer Haenzili jedoch kennt, der weiss, dass dieser Zwischenfall schon fast den Rettungshelikopter erfordert haette, oder mindestens seine private, medizinische Hotline 079 335 XX XX (Ziffern aus Datenschutzgruenden nicht aufgefuehrt), die er in solchen Faellen normalerweise zu Rate zieht.

Dieses Jahr hatten auch Phippu und Ricci eine Jacke, respektive Pullover dabei, was die Folgende, etwas kuehlere und windige Fahrt mit dem Sessellift ertraeglicher machte. Der anschliessende Singletrail Richtung Les Crosets wird jedes Jahr besser, wurden doch Steine entfernt, was einen wirklich schoenen Flow ueber den welligen Singletrail ermoeglichte. Was nun folgte, war der Einstieg in die Downhill Strecke nach Les Crosets. Beim PDS2007 hatten wir hier gleich 3 Stuerze zu verzeichnen und einen fluchenden Romands erlebt. Auch dieses Jahr sollten wir den Abschnitt nicht ohne Sturz ueberstehen. Zuerst erwischte es Celli, der in einem kleinen Couloir zu lange und zu stark die Vorderbremse zog, was ihn zu einem Lenker-Uebersteiger mit anschliessender Schulterrolle links zwang. Die anwesende Fachjury verteilte die folgenden Noten fuer diese Einlage: A-Note fuer den technischen Wert 4.8 (max. 6), B-Note fuer den kuenstlerischen Wert 5.4 (max. 6).

Beim nun folgenden steilen Abhang schickten wir wie im letzten Jahr einen Freiwilligen vor, der mit der Kamera ein paar Aufnahmen haette machen sollen. Ralph ist in seinem anderen Leben jedoch Vertreter fuer Klimaanlagen, Kuehlschraenke etc. was sich in der Bedienung der Kamera bemerkbar machte. Somit gibt es leider nur ein paar wenige brauchbare Bilder der einzelnen Mutproben. Wagten es dieses Jahr doch nicht nur Ricci und ich ueber den Abhang zu fahren.

Auf der folgenden Wellenbahn erwischte es dieses Jahr Phippu, dem eine steile Doppelwelle zum Verhaengnis wurde. Es war ein fuerchterlicher Sturz (Salto), der zum Glueck einigermassen glimpflich ausging. Phippu stand sofort danach kurz auf, was zur allgemeinen Beruhigung beigetragen hat. Er hatte nachher zwar fuer ca. 10 Minuten Bildstoerungen und wohl auch erhebliche Schmerzen, trotzdem verteilte die anwesende Fachjury auch fuer diesen "Ueberflieger" Noten: A-Note = 5.8, B-Note = 5.3 (das Laecheln im Gesicht fehlte). Die Folge des Sturzes waren auch ein paar Kratzspuren am Ruecken, wobei Phippu uns ueberzeugen wollte, dass die meisten der Spuren von einer wilden "Katze" in einer Nacht vorher stammen sollen und nicht vom Sturz...

Aufgrund dieser Vorfaelle entschieden wir uns bereits in Les Crosets die Mittagspause einzulegen. Anstatt der beruechtigten Tartiflettes gab es nun Bauernnudeln mit Speck und (wenig) Zwiebeln.

Das Wetter war im Gegensatz zum letzten Jahr auf dem Pointe des Mossettes schoen. Dieses Jahr hatte ich die glorreiche Idee doch anstatt links, rechts um den Berg herum runter zu fahren, sah doch die Strecke vom Sessellift aus gesehen besser aus. Leider war dies ein Trugschluss und nur Sam (erstaunlich fuer einen Zuercher) fuhr die ganze Strecke ueber die Geroellhalde ohne abzusteigen. Alle anderen entschieden sich nach den diversen Vorfaellen sicherheitshalber bei der schwierigsten Passage vom Bike zu steigen. Leider machte der bereits geschundene Thorsten erneut einen Abflug, was aber ausserhalb der Kameras und somit auch der Fachjury geschah. Somit gibt es auch keine Noten fuer diesen Abgang. Auf dem Portes de l'Hivers unterhalb Mossettes entschieden wir uns, die Gruppe aufzuteilen. Unter Fuehrung von Epo-Ralph fuhren Sandrine, Christophe, Phippu und Thorsten auf dem direkten Weg hinunter Richtung Morgins  (Val de Morgins) und Chatel nach Super Chatel. Wir fuhren mit der anderen Gruppe die Originalroute runter zum Lac Vert und dann durch die tolle Bike Landschaft mit Singletrails ueber Graswiesen Richtung Les Lindarets. Wir passierten den urspruenglich geplanten Mittagshalt auf dem Col de Bassachaux und bolzten auf der asphaltierten Strasse hinunter nach Chalet de Plaine Dranse. Anschliessend ging es auf dem technischen, recht ruppigen (was einigen deftige berndeutsche Flueche entlockte) Singletrail Richtung Chatel. Weil an Cellis Bike die Bremse nachjustiert werden musste, fuhren Sacha und Sam bereits vor nach Chatel um zu klaeren bis wann die letzte Gondelbahn nach Super Chatel faehrt. Wir erreichten die Bahn kurz nach 16:00 Uhr, also noch 45 Minuten vor Betriebsende (16:45 Uhr). Oben auf Conche angekommen trafen wir die zweite Gruppe wieder. So fuhren wir alle gemeinsam die Strasse hinunter und vernichteten ca. 400 Hoehenmeter um anschliessend wieder 200 Hoehenmeter hinauf nach Plan Croix und somit durchs "Ziel" zu fahren.

Ziemlich geschafft und teilweise mit Blessuren versehen, waren wir doch alle gluecklich und stolz diese Tour geschafft zu haben. Hier sei noch eine Gratulation an alle unsere Rookies angebracht, haben doch alle die Tour mehr oder weniger heil ueberstanden.

Nun freuten wir uns schon auf einen gemuetlichen Abend mit Grilladen, Salaten und vor allem auf ein kuehles Bier. Vorher musste aber noch der knapp 30 minuetige Aufstieg zu Fuss oder mit Bike hoch zum Chalet bewaeltigt werden. Gut die Haelfte der Gruppe liess die Bikes im Auto und wanderte hoch, waehrend die anderen das Bike mit hoch nahmen um am letzten Tag noch eine Abfahrt geniessen zu koennen. Weil alle ziemlich kaputt waren, wurde dieses Jahr auch nicht mehr solange geblitzt und "roemisch geheizt", verabschiedeten sich doch nach und nach einige Richtung Bett.

Am Sonntag spielten wir quasi zum Auslaufen noch ein bisschen Fussball auf dem wunderschoen angelegten Fussballplatz von Torgon. Anschliessend wurde noch das restliche Fleisch bei einer Grillstelle grilliert, bevor wir uns alle auf den Heimweg machten.

Das PDS2008 war das bisher groesste in dieser Reihe, was wohl auch deshalb zum laengsten Bericht fuehrte.

Wieder mal stellt sich die Frage nach dem naechsten Jahr. Wir denken und hoffen, dass wir die Tradition weiterfuehren werden, jedoch muessen wir uns ueberlegen, ob es nicht gewisse Anpassungen bei der Tourplanung und Routenwahl braucht.

In diesem Sinne freuen wir uns doch schon auf das PDS2009. Wenn es sich weiter herumspricht, wie toll dieser Event ist, stossen wir vielleicht bald an die Grenze des machbaren oder aber wir machen uns selbstaendig und leben davon :-)

Roland   ...alias rho...

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