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Flugreise Frankreich

Das Safety Training "Vom Mittelmeer zum Atlantik" vom 6. - 9. Juni sollte uns nach Süd- und Westfrankreich führen. Die Grosswetterlage und die Vorhersage für die kommenden 4 Tage versprach anspruchsvolles Flugwetter und verlangte bereits nach Änderungen der ursprünglich vorgesehenen Route.

Der Mittwochmorgen startete auch gleich mit einem ausführlichen Meteobriefing, gefolgt von Crew Einteilung, Flugplanung, Flugplanaufgabe und Bereitstellung der Flugzeuge. Nachdem alles Gepäck verladen und die Flieger aufgetankt waren, starteten wir kurz nach Mittag zur ersten Etappe mit Ziel Grenoble-Isère. Die Gruppe umfasste 15 Piloten, 5 Fluglehrer und 5 Flugzeuge der Typen Piper Archer, Arrow und Saratoga.

Bereits über dem Neuenburgersee trafen wir auf die erste Schlechtwetterfront mit Regen und tiefer Wolkenbasis. Nach dieser ersten "Fliegerdusche" hellte sich der Himmel kurz nach Yverdon auf und wir flogen mit massiv besserer Sicht weiter Richtung Genf. Einige Crews wählten die Nord- und einige die Südroute vorbei an der CTR und TMA Genf. Das Wetter besserte sich nun von Flugmeile zu Flugmeile und so landeten wir kurz vor drei Uhr bei Sonnenschein in Grenoble-Isère. Tanken, Pinkelpause, Landegebuehren zahlen, Pilotenwechsel und weiter gings auf das zweite Leg Richtung Süden nach Montpellier. Hier erwartete uns bereits der salzige Duft des nahen Mittelmeers und entsprechende Temperaturen. Same procedure wie in Grenoble bevor es auf das letzte Leg der Küste entlang nach Perpignan ging, unserem ersten Tagesziel, wo wir gegen 19:30 Uhr landeten.

Nachdem die Flieger ordnungsgemaess geparkt, alle Formalitaeten erledigt und die Flight debriefings erledigt waren gings zu unserem Hotel am Stadtrand von Perpignan. Nach dem Check-in im Hotel musste der Hunger gestillt werden, hatten wir doch tagsüber nur von mitgebrachtem Knabberzeugs gelebt. Einige blieben im Hotel, eine Gruppe ging zum Italiener und wir anderen gingen in ein Steakhouse 2 Minuten vom Hotel entfernt. Wieder zurück im Hotel hiess es noch Flugplanung für den nächsten Tag mit geplantem Ziel Biarritz.

Am nächsten Morgen verhiess das Meteo Briefing der HB-PGB Crew nichts gutes für unsere geplante Route. Zudem lag noch der Küstennebel über Perpignan. Trotzdem checkten wir im Hotel aus und begaben uns mit Taxis zum Flughafen. Die Fluglehrer gingen alle zur Flugplatz Wetterberatung. Leider gab's keine guten Nachrichten von der Wetterfront und so hiess es die Flieger bleiben am Boden und wir in Perpignan. Basierend auf der Wettervorhersage gaben die Fluglehrer die Zwischenstopps für den nächsten Tag bekannt und die Crews begannen daraufhin gleich mit der Planung der Legs für den Freitag. Nachdem ein neues Hotel für uns alle gefunden war - dank Kari's Ortskenntnissen von einer früheren Reise - fuhren wir alle in die Altstadt zum Hotel. Die restliche Zeit des Tages nutzten einige zum Stadtbummel, andere zum Mittagessen oder Bierchen trinken und einige zum Schlafen oder für die Routenplanung.

Das Meteo Briefing am nächsten Morgen versprach einigermassen gutes Flugwetter. Es sollte ein langer Flugtag werden, flogen wir doch von Perpignan zuerst nordwärts nach Bergerac, dann nach La Rochelle an der Küste, von da der Küste entlang südwärts nach Arcachon und als letzte Etappe nach Biarritz. Flieger tanken, parken, sichern, Formalitäten erledigen und dann mit dem Bus in die Stadt zu unserem Hotel. Zimmerbezug und gleich wieder raus zum Sightseeing. Biarritz ist ein gepflegter und schöner Küstenort mit schönen Plätzen und Gaststätten direkt am Meer. Fast die ganze Truppe fand Platz in einem schönen und guten Fischrestaurant am kleinen Hafen. Bis wir alle unser Essen hatten und am Ende bezahlen konnte war es bereits schon um 23 Uhr. Zurück im Hotel hiess es nun wieder Flugplanung und Vorbereitung für den Samstag. Die Planung wurde so gamacht, dass bereits sämtliche Legs bis Grenchen geplant wurden, sollte der Wetterbericht für Samstag/Sonntag uns zwingen bereits am Samstag zurückzufliegen. Lichterlöschen war dann gegen halb zwei Uhr am Morgen und Tagwache bereits wieder um 6 Uhr...

Am Samstagmorgen entschieden wir uns aufgrund des unsicheren Wetterberichtes zu einer Abstimmung unter den Piloten, ob wir bereits bis Grenchen fliegen oder noch eine Nacht in Avignon einlegen wollen. Mit 15 zu 3 Stimmen entschlossen wir uns bereits einen Tag früher als geplant zurück nach Grenchen zu fliegen. Das erste lange Leg führte uns bis nach Rodez. Von dort ein relativ kurzes Leg zum Flugplatz Mende, welcher mitten auf einem Berg liegt. Der Anflug ist vergleichbar mit einem Anflug auf einen Flugzeugträger, geht es doch am Pistenende- oder Anfang mehrer hundert Meter senkrecht nach unten. Hier machten wir eine kurze Mittagspause bevor es weiter Richtung Avignon ging. In Avignon war nochmals Tanken angesagt und auch gleichzeitig Flugplanaufgabe für den späteren Grenzübertritt in die Schweiz. Wir starteten diesmal als Erste um 10 Minuten später bereits von unseren Kollegen in der schnelleren Saratoga rechts überholt zu werden. Sowohl die Saratoga Crew wie auch wir entschieden uns den direkten Weg über die Berge Richtung Chambery zu fliegen und nicht den längeren Weg durch das Rhonetal. Der Anflug auf Chambery über den Meldepunkt SW war sehr reizvoll. In Chambery übernahm Hanspeter das Steuer von mir für das letzte Leg nach Grenchen. Nachdem alle Zollformalitäten erledigt waren, übernahmen Dieter und Hanspeter das Flugzeug zwecks Reinigung und Hangarierung und ich kümmerte mich um das Eingeben aller Flugrapporte ins System.

Zum Schluss gab es noch die Stempel, Kleber und Unterschriften für die Saisonkontrollflüge und die Revalidierungsformulare. Willi Dysli machte das Abschlussdebriefing vor der ganzen Gruppe und gab bereits das Signal, nächstes Jahr wieder ein Safety Training in ähnlichem Rahmen durchzuführen, dann soll es wieder Richtung Norden gehen. Ich freue mich bereits jetzt darauf und bin sicher wieder dabei, wenn es die Zeit und Umstände erlauben.

So ging wieder eine sehr schöne und lehrreiche Flugreise zu Ende. Besten Dank an die gesamte SMG Crew fuer die gute Organisation. Es hat sehr viel Spass gemacht.

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